Leitbild für meine Arbeit als Gemeindevertreter oder Bürgermeister

Ich führe die positive Entwicklung unserer Gemeinde mit Erfahrung, Pragmatismus, Transparenz und vor allem mit gesundem Menschenverstand im offenen Dialog fort und gehe neue Herausforderungen an.

Visionen & Herausforderungen
Themen die ich auf die Agenda heben möchte, damit wir darüber sprechen und vielleicht gemeinsam Lösungen finden und das von Anfang an mit öffentlicher Beteiligung.
  • KITA Langfristkonzept, Kapazitäten sind am jetzigen Standort ausgereizt / Neubau an anderer Stelle? Nachnutzung derzeitiger Standort?
  • FEUERWEHR / BAUHOF   Gemeinsamer Standort der Feuerwehr und des Bauhofes hat Platzprobleme/ kann man das kombinieren mit Neubau KITA?
  • Finale Lösung der “unendlichen Geschichte” Heizhaus-Thematik
  • Energiedorf Pinnow, mit Blick über den Tellerrand zur Nachbargemeinde Cambs. Warum soll man sich nicht mal austauschen?
  • Elektroladestationen in Pinnow und Godern
  • Ausbau der Verfügbarkeit schnellstes Internet in Pinnow und Godern.
  • Selbstfahrender Pendelbus auf Elektrobasis, zwischen Godern und Pinnow (Nebeneffekt Verkehrsberuhigung da mit 20 km/h unterwegs) Pilotprojekt.
Gemeindevertretung

Alle Pinnower Bürger tragen gemeinsam Verantwortung für die Entwicklung unseres Gemeinwesens. Das Selbstverständnis von Bürgermeister und Gemeindevertretern muss es sein, die Interessen aller Bürger zu vertreten und so dem Vertrauensvorschuss der Wähler gerecht zu werden.

Dafür muss man den Menschen zuhören können, den Dialog pflegen, gut informieren und vor allem niemals Eigeninteressen verfolgen.

Dabei kommt mir zu Gute, dass ich völlig unabhängig bin.

Also kein Mitglied einer Partei, kein Immobilien-oder Projektentwickler und ich besitze keine großen Flächen in der Gemeinde, die entwickelt werden sollen.

Ganz wichtig ist mir, Sachpolitik vor Parteipolitik zu stellen. Das kann man auch an meinem Stimmverhalten sehen, indem ich mich niemals einem “Fraktionszwang” unterworfen habe, sondern immer nach meiner persönlichen Überzeugung gestimmt habe.

Es freut mich, dass der Großteil der Gemeindevertreter-/innen ebenso denkt und handelt.

Ich sehe es auch als meine Aufgabe an, einen Paradigmenwechsel zu erreichen, indem man verschiedene Lager innerhalb der Vertretung in ein Team zu wandelt, damit auch wieder eine Meinungs- und Gestaltungsvielfalt stattfinden kann und wir “alle gemeinsam an wichtigen Themen arbeiten”. Übrigens Wirtschaftsunternehmen sind auch nur erfolgreich wenn die Führungsmannschaft gemeinsam an Lösungen arbeitet und die Mannschaft mitnimmt. Oder aber im Sport…. usw.

Es ist auch Teil unserer Mission, die jüngere Generation für solche Ehrenämter zu begeistern. Schließlich soll auch die Gruppe der zum Glück wieder zahlreich vorhandenen jungen Familien mit Kindern entsprechend repräsentiert sein.

Dorfentwicklung / Infrastruktur

Ich stehe für Förderung und Entwicklung beider Ortsteile der Gemeinde

Klares Statement zum Thema Ferienpark Godern.

Nach reiflicher Überlegung und Abwägung aller Interessen werde ich dieses Projekt nicht unterstützen. Bei allen guten Argumenten ist es unter dem Strich so, dass man mit diesem Projekt mitten in eine Bevölkerung von rund 350 Einwohnern ganzjährig mind. nochmal so viele Feriengäste hinein setzen möchte. Damit verändert man die Charakteristik dieses schönen Ortsteils völlig. Das Argument mit Strand und besserer Gastronomie verfängt bei mir auch nicht, denn ich kann den Strand vielleicht “vergolden” aber nicht einen Meter verlängern. Unsere Kinder und auch wir wollen doch auch in Zukunft einen entspannten Tag am Strand verbringen, oder? Für kommende Verbesserungen oder Verschönerungen des Strands brauchen wir nicht das mit Opfern erkaufte Geld fremder Investoren…..Das können wir noch selbst.

Es ist mir insgesamt wichtig, durch gute und zeitnahe Information über Vorhaben (Umwidmung von Flächen, Ausweisung von Baugebieten, Größe des Ortes etc.) allen Bürgern bestehende Unsicherheiten bzgl. baulicher Entwicklungen und künftiger Vorhaben zu nehmen.
Dazu gehören offene und konstruktive Dialoge im frühen Stadium, denn wir sind als Gemeinde ein Team.
Die dabei entstehenden Diskussionen sollen ruhig kritisch sein, denn die unterschiedlichen Denkanstöße und Ideen sind wichtig und helfen uns bei Entscheidungsfindungen. Man kann Einwände und Ideen sammeln, bündeln und mit Sicherheit in jedem Projekt gut verwerten.
Sehr hilfreich ist, dass sich immer mehr Bürger aktiv einbringen denn Bürgerinitiativen sind der Ausdruck dafür, dass Menschen mitwirken und gestalten möchten.
Speziell in Pinnow haben wir einen großen Fundus von exzellenten Fachleuten und zahlreiche engagierte Bürger, die mithelfen können und wollen, unser Dorf zu gestalten und für die Zukunft fit zu machen.
Etablierte Initiativen wie zu den Themen:
– Kiessee (Themen wie Lärmemissionen/Nachnutzung/Solarpark)
– Goderner Ferienpark (Erhaltung der Charakteristika des Ortes)
– Fernwärmeversorgung (Lösungsfindung der “unendlichen Geschichte”)
unterstützen die Arbeit der Gemeindevertretung. Dabei kann es auch mal sein, dass man schon sehr früh feststellt, dass ein Projekt nicht zu uns passt oder aber dass ein lange schwelendes Projekt einfach mal neu und mit anderen Augen betrachtet werden muss. Aber das macht es ja gerade aus.
Wenn man etwas weiter in die Zukunft schaut, stellt sich die Frage, wie wir uns zu dem ein- oder anderen positionieren. Welche Entwicklungen wird es wohl geben?  Welche soll es in Pinnow geben? Welche Innovationen müssen wir anschieben? Wie groß wollen wir eigentlich als Dorf werden? Mit welcher Energie versorgen wir unser Dorf in Zukunft?…..

Hier sehe ich in der Arbeit des Zukunftsausschusses noch Potenzial. Es wäre ganz toll, wenn hier nicht nur die Thesen der vergangenen Jahre aufgearbeitet würden, sondern kreativ auf breiter Basis in die Zukunft gedacht wird. Einige Mitglieder dieses Ausschusses haben mich darauf angesprochen. In der Automobilindustrie würde man sagen, es handelt sich um die Abteilung “Vorentwicklung”. Also eine wichtige Sache, bei der man in die Zukunft schaut und Weichen stellt. Also letztlich dem Bau- und Sozialausschuss sowie der Gemeindevertretung die Steilvorlagen liefert.

Wenn wir über Zukunft sprechen, müsste speziell im Zukunftsausschuss eigentlich die Altersgruppe 20- 40 noch viel stärker abgebildet sein, oder? Es wäre gut, wenn dem bei künftigen Besetzungen Rechnung getragen wird.

Die Zukunft des Dorfes wird natürlich durch Kinder gesichert. Und da stehen die Zeichen derzeit sehr positiv. Wir haben einen enormen Zuzug junger Familien und der Trend geht hin zu 2- 3 Kindern pro Familie. Diesem Umstand müssen wir bei vielen Themen Rechnung tragen.

Das heißt, wir kommen einer idealen Durchmischung bei der Bevölkerungsstruktur immer näher, denn die Mischung aus allen Altersgruppen bildet das Ideal ab.

In Sachen Infrastruktur gilt es noch über einige Themen zu diskutieren und einige davon aber auch umzusetzen!  wie z.B. schnelleres Internet für beide Ortsteile, gesamthaftes Verkehrskonzept, eine Elektroladesäule in Godern und Pinnow, zukunftsweisendes Energie-Dorf, KITA- Kapazitäten in den nächsten Jahren, Platzprobleme bei der Feuerwehr in Verbindung mit Bauhof, vielleicht sogar mal ein selbstfahrender, kleiner 14-Sitzer Shuttlebus der mit 20 Km/h zwischen Godern und Pinnow pendelt? Man muss auch mal Innovationen andenken, bei denen man heute vielleicht noch denkt, dass es ferne Zukunft ist. Aber Sie merken alle, die Welt verändert sich schneller, als man glaubt.

Wenn man von guter Infrastruktur in unserem Dorf spricht, gehört dazu natürlich auch, dass wir eine Arztpraxis, einen Zahnarzt, Physiotherapeuten usw. haben. Aber auch einen tollen EDEKA Markt und starke Gewerbebetriebe, wie auch Einzelunternehmer, die alle für Einnahmen über die Gewerbesteuer sorgen. Nicht zu vergessen unsere Gastronomen, die als Ort der Kommunikation unersetzlich sind. All diesen engagierten Unternehmern und Freiberuflern möchte ich als Bürgermeister meine Unterstützung zusagen.
Kinder und Jugend

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Wir müssen auf sie aufpassen aber auch dafür sorgen, dass sie Spaß am Leben im Dorf haben und die Vorzüge schätzen lernen. Es gibt ja bereits tolle Ansätze wie das Projekt “Pinnow Kunterbunt”, bei dem Kinder, Senioren und Tiere zusammen gebracht werden und gemeinsam tolle Erlebnisse haben.

Als nächstes müssen wir, wie schon angesprochen, ein vernünftiges Verkehrskonzept aufstellen, damit wir schnellstens Gefahrenstellen für die Kinder entschärfen. Das darf aber nicht wie der Berliner Flughafen enden…also kurze Termine und dann Umsetzung und zwar bevor erst etwas passiert.

Ich werde mich natürlich weiterhin für ein gutes und gepflegtes Spielplatzangebot einsetzen. Da sind wir ja schon gut aufgestellt!

Auch gilt es unsere tolle Kita nach Kräften zu unterstützen.

Bei der momentanen Bevölkerungsentwicklung in unserem Dorf wird man in den kommenden Jahren das Angebot von Kita-Plätzen wahrscheinlich ausbauen müssen. Die jetzige Kita ist von der Kapazität ausgereizt. Also werden wir darüber beraten müssen, ob es sinnvoll und machbar erscheint, dass wir das Gebäude der jetzigen Kita einer anderen Nutzung zuführen und an anderer Stelle neu bauen oder alles so belassen?

Die Altersklasse 10 – 17 kommt irgendwie immer ein bisschen zu kurz. Hier ist es aber auch schwieriger, das richtige Angebot zu schaffen. Zum Glück bieten Feuerwehr, Kirche und Sportvereine schon mal ein breites Angebot. Darüber hinaus müssen wir miteinander reden!

Ich habe dazu schon ein paar Ideen, aber darüber möchte ich mit den Jugendlichen diskutieren und auch ihre Ideen mit einbringen. Dann kriegen wir bestimmt eine gute Lösung hin, die den Bedürfnissen gerecht wird und vor allem keinen Dritten stört.

Seniorinnen und Senioren

Seniorinnen und Senioren sind ein bedeutender und immer größerer Teil unserer Gesellschaft.
Ich möchte die Erfahrung unserer Senioren für die Entwicklung unseres Dorfes mit einbeziehen.
Dazu möchte ich, dass unsere Senioren mit allen für sie notwendigen Informationen versorgt werden.
Auch für diese Bevölkerungsgruppe ist das im Absatz Kinder/Jugendliche schon angesprochene Verkehrskonzept wichtig, denn auch sie möchten sich im Ort gefahrlos bewegen können. Dazu gehören Dinge, wie möglichst barrierefreie Wege oder z.B. die Verlängerung des Fußweges beim Seniorenheim.

Die Seniorinnen und Senioren organisieren zahlreiche Veranstaltungen völlig eigenständig. Dabei leisten die Seniorenbeauftragten Frau Jutta Messer für Pinnow und Frau Ingrid Peiser für den Ortsteil Godern durch ihr besonderes Engagement einen wertvollen Beitrag. Natürlich werde ich auch hier die von Andreas Zapf gelebte Partnerschaft genauso intensiv fortsetzen.

Sicherheit und Ordnung

Die Sicherheit und Gesundheit aller Einwohner/-innen ist mir, genau wie die Unterstützung der Feuerwehr, eine Herzensangelegenheit, denn gute Einsatzfähigkeit durch ständige Aus- und Weiterbildung sowie optimale Ausrüstung unserer Gemeinde-Feuerwehr sind wichtig. Dies gilt auch für die Nachwuchsarbeit in diesem Bereich. Es gibt derzeit ein Platzproblem in Verbindung mit dem Bauhof, das wir noch lösen müssen.

Auch die gute Arbeit unserer Gemeindearbeiter trägt zur Sicherheit und zu einem gepflegten Ortsbild entscheidend bei. Wir haben die Kollegen auch in der Vergangenheit stets mit optimalem Arbeitsgerät versorgt, so das auch schnell und effizient gearbeitet werden kann. Darauf hat Andreas Zapf stets besonders geachtet und das möchte ich auf jeden Fall so weiterführen.

Kultur, Freizeit und Sport

Förderung der Angebote in Kultur, Freizeit und Sport ist wichtig und soll auch für die Jugend interessant gemacht werden. Hier leisten die Feuerwehr, der Kultur- und Heimatverein, die Kirchgemeinde und der Sportverein ja bereits seit Jahren hervorragende Arbeit. Ein gutes Beispiel ist die “Irish Night”.

Ehrenamt

Zum einen werde ich das Thema Ehrenamt nach Kräften unterstützen, denn ohne dieses Engagement wird vieles in unserer Gemeinschaft nicht funktionieren, zum anderen ist es unser aller Aufgabe, Werbung für das Thema Ehrenamt zu machen. Ich sehe es auch als meine Aufgabe, mehr Menschen für das Ehrenamt zu begeistern.

Natur und See

Weitere großflächige Überplanungen und/oder Versiegelungen sollten vermieden werden, wo immer es geht. Das gilt insbesondere für Flächen wie unsere Weiden und Pferdekoppeln etc., aber auch in Bezug auf die Nachnutzung der Kiesabbauflächen. Durch eine Tochtergesellschaft der WEMAG soll auf Teilen des Geländes ein Solarpark entstehen. Ich kann das noch nicht werten, da zu wenig Fakten vorliegen. Aber in dieser Sache ist uns die Bürgerinitiative Kiessee eine große Unterstützung. Die Mitglieder recherchieren sehr gut und leisten dadurch eine Menge Vorleistung, die letztendlich eine Entscheidung erleichtern wird.

Sollte ein Bedarf an z.B. bezahlbarem Wohnraum notwendig sein, dann möglichst dort, wo sie das Ortsbild und die Natur möglichst wenig beeinträchtigen. Zunächst können ja auch bestehende Baulücken genutzt werden. Außerdem gibt es es Möglichkeiten der Erweiterung des Baugebiets am Kiessee in Richtung Tennishalle.

Die vorhandenen Natur- und Wasserbereiche müssen, wo dieses ökologisch vertretbar ist, vor allem für die eigene Bevölkerung erlebbar sein, was insbesondere für den Zugang zum See gilt, denn dieser ist Allgemeingut. Auch hier spielt die Nachnutzung der Kiesseen eine große Rolle.

Alle (inoffiziellen) Badestellen sollen auch weiterhin durch die Gemeinde gepflegt und instand gesetzt werden.